Majjhima Nikaya 10 Ansichten

16.09.2022 03:46 (zuletzt bearbeitet: 16.09.2022 05:20)
avatar  Susann
#1 Majjhima Nikaya 10 Ansichten
avatar

Gruppenarbeit, München


MN10 Satipaṭṭhāna sutta
Die Grundlagen der Achtsamkeit


Ort: im Lande Kuru bei einer Stadt der Kurus namens Kammāssa- dhamma
Wer: der Buddha
An wen: Gemeinschaft der bhikkhus

Dies ist eine der wichtigsten Lehrreden, in denen der Buddha verschiedene Meditationsmethoden beschreibt - alle basierend auf der Entwicklung der Achtsamkeit - als Voraussetzung für den direkten Weg zur Verwirklichung von nibbāna.

Der Buddha beschreibt vier Grundlagen der Achtsamkeit: Betrachtung des Körpers, Betrachtung der Gefühle, Betrachtung des Geistes, Betrachtung der Geistesobjekte.
Bei der Betrachtung dieser vier Grundlagen verweilt ein bhikkhu, indem er den Körper als Körper (oder Gefühle als Gefühle, Geist als Geist, Geistesobjekte als Geistesobjekte) betrachtet, „eifrig, wissensklar und achtsam, nachdem er Habgier und Trauer gegenüber der Welt beseitigt hat.“

Jede dieser vier Grundlagen kontempliert er auf folgende Weise: innerlich, äußerlich, innerlich und äußerlich, die Ursprungsfaktoren, die Auflösungsfaktoren, die Ursprungs- und Auflösungsfaktoren. Die Achtsamkeit, dass da ein Körper, Gefühle, Geist oder Geistesobjekte vorhanden sind, ist jeweils „in dem Ausmaß in ihm verankert, das für bloße Vergegenwärtigung und Achtsamkeit nötig ist und er verweilt unabhängig, haftet an nichts in der Welt an“.

1) Betrachtung des Körpers (kāyānupassanā)
Der Buddha empfiehlt vierzehn Übungen zur Körperbe- trachtung: (1) Atemachtsamkeit, (2) die vier Körperstellungen, (3) Wissensklarheit, (4) Nichtschönheit – die Körperteile, (5) die vier Elemente, (6-14) die neun Leichenfeldbetrachtungen.

2) Betrachtung der Gefühle (vedanānupassanā)
Ein bhikkhu ist sich darüber klar, ob er ein angenehmes, ein unangenehmes oder ein weder-unangenehmes-noch- angenehmes Gefühl empfindet. Er ist sich auch darüber klar, ob er diese drei Arten von Gefühl in Bezug auf weltliche oder spirituelle Gefühle empfindet.

3) Betrachtung des Geistes (cittānupassanā)
Ein bhikkhu betrachtet die momentan vorhandenen Geistes- /Bewusstseins-Zustände und erkennt, ob der Geist von Begierde beeinträchtigt ist oder nicht, ob er von Hass beeinträchtigt ist oder nicht, ob er von Verblendung beein- trächtigt ist oder nicht. Er weiß, ob der Geist zusammengezo- gen/träge oder abgelenkt, erhaben oder nicht erhaben, über- trefflich oder unübertrefflich, gesammelt oder nicht gesammelt, befreit oder unbefreit ist.
4) Betrachtung der Geistesobjekte (dhammānupassanā)

Der Buddha beschreibt fünf Übungen zur Betrachtung der Geistesobjekte: (1) die fünf Hindernisse, (2) die fünf Daseinsgruppen des Anhaftens, (3) die sechs inneren und äußeren Sinnesgrundlagen, (4) die sieben Erwachensglieder, (5) die Vier Edlen Wahrheiten.

Bei den Übungen zur Betrachtung der Geistesobjekte geht es nicht mehr nur um reines Gewahr- sein, sondern auch um wirklichkeitsgemäßes Sehen und Ein- sichtswissen.

Der Buddha erklärt, dass jemand, der die vier Grundlagen der Achtsamkeit in der beschriebenen Weise - sieben Jahre, sechs Jahre, fünf Jahre, einen Monat, einen halben Monat, sieben Tage – übt, zwei Früchte erwarten kann: entweder Arahantschaft oder, falls noch ein Rest von Anhaften übrig ist, Nichtwiederkehr.
(Quelle Dhamma-Dana.de)🙏


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!